Pforzheimer Zeitung vom 03.04.2016


Naturheilverein will altes Wissen zur Genesung wieder vermitteln

Die Heilkraft der Natur ist am Wochenende bei den Pforzheimer Naturheiltagen im Mittelpunkt gestanden. Bereits zum 13. Mal hat der Pforzheimer Naturheilverein in Kooperation mit dem Kulturhaus Osterfeld die informativen Tage mit einer Fachausstellung, ergänzt durch interessante Vorträge und Seminare, veranstaltet. Peter Emmrich, Vorsitzender des Naturheilvereins, freute sich über die Besucher gleich zu Beginn der Vortragsreihe, wenngleich der Busstreik in Pforzheim so manchem die Anfahrt erschwert hatte. „Die, die da sind, sind sehr interessiert“, stellte er fest.

An die Marke von 1200 Besuchern vom Vorjahr werde man wohl dennoch nicht herankommen, erklärte Koordinatorin Susanne Kröner-Glauner. Zwar seien am Sonntag zahlreiche Besucher zur Veranstaltung geströmt, die Einbußen aufgrund des Streiks am Samstag seien aber nicht auszugleichen gewesen.Zu den Zielen der Veranstaltung zählte Emmrich das Aufzeigen, wie sich der Laie selber helfen könne. Im Laufe der Zeit seien viele althergebrachte Methoden verloren gegangen. So müsse man jungen Müttern heute wieder erklären, wie man zur Fiebersenkung Wadenwickel macht. „Man muss den Menschen uraltes Wissen wieder zugänglich machen und weitergeben“, betonte der Diplom Biologe und Facharzt für Allgemeinmedizin. Er wies außerdem drauf hin, dass die Heilprozesse sich nicht verändert haben. „Man muss selber etwas dazu beitragen“, stellte er fest.Das wussten auch schon die Gründungsväter des Pforzheimer Naturheilvereins, der im November 2017 das 125-jährige Bestehen feiern wird. Mit seinen rund 2400 Mitgliedern ist er heute der größte Naturheilverein in Deutschland. In vielfältigen Vorträgen und Seminaren haben sich die Mitglieder und Gäste am Wochenende über Gesundheitsthemen informiert und anregen lassen, die Gesundheit oder das Gesunden in die eigenen Hände zu nehmen. Schüssler Salze, Müdigkeitssyndrom, Arthrose, Gelenk- und Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln und weitere Themen gehörten zum Vortragsprogramm. Auch bei Seminaren standen kompetente Fachleute Rede und Antwort. In der Ausstellung konnten sich die Besucher bei verschiedenen Anbietern informieren und so manches auch ausprobieren oder verkosten.Inge Böer aus Pforzheim testete das Samina Schlafsystem bei Manfred Zurell und fühlte sich auf den speziellen Rosten und Matratzen sichtlich gut aufgehoben. „Das Bett ist demnächst sowieso ein Thema“, erklärte ihr Mann Reiner Böer. Entspannung war auch das Thema der Salzgrotte Mirasal. „Das ist wie ein Tag am Meer“, erklärte Bettina Konrad, die über die elf Tonnen Salz, die sich an den Wänden und am Boden der Grotte befinden, informierte. „Wir haben schon einen Gutschein für die Salzgrotte, wir müssen nur noch einen Termin finden“, erklärten Dieter und Hildegard Schoch aus Dillweißenstein.Leckere Kostproben gab es am Stand des Schloss-Cafés „Frohköstlich“, das vegane Rohkostprodukte wie „Frohkolade“ oder Gemüsebrot anbot. Beim Schlosswald-Bienengut ging es um die wertvollen Bienenprodukte, die die fleißigen Tierchen neben Honig außerdem produzieren. „Schon Iwan der Schreckliche wurde durch Bienengift von Rheuma befreit“, erklärte Daniel Stecher. „Ich bin fast 40 Jahre im Naturheilverein und immer wieder begeistert, dass es immer etwas Neues zu sehen gibt“, erklärte Elisabeth Kusterer aus Pforzheim beim Gang durch die Ausstellung.

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